SCHUTZ VOR Trickbetrug (Neffen-/Nichtentrick)

04.05.2021

Betagte, im Besonderen allein stehende Menschen sind die Hauptzielgruppe von  Betrügern im häuslichen Bereich, die mit dem so genannten Neffen- bzw.  Nichtentrick aufwarten. Die Vorgehensweise der Täter spielt sich immer auf ähnliche  Art ab. 

 

Ist das Opfer erstmals auserkoren, erhält es einen Telefonanruf. Der "Anrufer" meldet  sich ohne Namensnennung und erkundigt sich nach dem Wohlbefinden des  Betroffenen. Sehr einsame Menschen sind in der Regel über die nette, persönliche  Ansprache überaus erfreut und gehen von vornherein davon aus, dass es sich beim  Anrufer um einen Verwandten oder guten Bekannten handelt. Fragt der oder die  Betroffene nach, wer am anderen Ende der Leitung sei, wird vorwurfsvoll  die Gegenfrage gestellt, ob man ihn denn nicht erkenne. Die Opfer zählen dann  Namen nahe stehender Personen auf, aus denen der Betrüger einen wählt und  bestätigt, dass er das sei. 

 

Im weiteren Verlauf des Gespräches schildert der Täter beispielsweise eine  finanzielle Notlage und bittet darum kurzfristig Geld ausleihen zu können. Erhält der  Betrüger die Zusage, gibt er vor den vereinbarten Betrag wegen irgendwelcher  Terminkollisionen nicht selbst abholen zu können und dass er deshalb einen Freund  vorbeischicken werde. 

 

Die Geldübergabe findet größtenteils in der Wohnung des Opfers statt. Der  ange-kündigte Freund nimmt das Geld in Empfang. Gelegentlich werden auch  Quittungen durch die Täter ausgestellt. Es kommt nicht selten vor, dass bei  derartigen Taten die Opfer ihre gesamten Lebensersparnisse verlieren. 

 

Empfehlung der Kriminalprävention  

 

  • Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldaushilfen gefordert werden  sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem  Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote  eingehen werden.  
  • Kontaktieren Sie den "vermeintlichen" Verwandten, indem Sie ihn unter jener  Telefonnummer zurückrufen, die Sie sonst auch verwenden.  Bestehen Sie auf ein persönliches Treffen und geben Sie sich nicht mit einer  "Vertretung" zufrieden.  
  • Lassen Sie in Ihr Haus oder ihre Wohnung niemanden, den Sie nicht kennen.  Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme mit solchen Personen die Gegensprech-anlage oder verwenden sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.  Versuchen Sie, sich das Aussehen der Person für eine spätere Personsbeschreibung genau einzuprägen.  
  • Notieren Sie sich - sofern möglich - Autokennzeichen und Marke, Type sowie  Farbe eines vermutlichen Täterfahrzeuges. 
  • Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle  (Notruf 059133).

 

 Weitere Information erhalten Sie in der nächsten Polizeiinspektion, auf der Homepage www.bmi.gv.at/praevention und auch per BMI-Sicherheitsapp.

 

Die Spezialisten der Kriminalprävention stehen Ihnen kostenlos und österreichweit unter der Telefonnummer 059133 zur Verfügung.